Und ich habe lange nicht gewusst, wer das eigentlich ist.

Ich bin Laura.

Schwarz-weiß-Fotografie eines lachenden Frauenporträts, frontal gesehen, mit dunklem Hintergrund, heller Haut und langen dunklen Haaren.

ÜBER MICH

Ich komme aus einem kleinen Ort in der Lausitz, in dem jeder jeden kennt. Und in dem ein Satz nie laut ausgesprochen wurde, aber trotzdem immer mit am Tisch saß: Was sollen die Leute sagen?

Also war ich hilfsbereit, bescheiden, engagiert. Ich habe Ja gesagt, wo ich Nein meinte, und Grenzen hatte ich kaum. Von außen sah das richtig aus. Von innen war ich oft ausgelaugt. Und auf die Frage, was ich eigentlich will, hatte ich keine Antwort.

Mein geerbter Satz

„Sei bescheiden und steh nicht im Mittelpunkt.“

Lange habe ich danach gelebt. Und dabei kaum gemerkt, dass ich gar nicht wusste, was ich eigentlich will, wer ich bin und wofür ich stehe.

Nichts davon passt in eine Schublade

HEUTE

Schwarz-weiße Aufnahme eines jungen Mannes, der auf einem hohen Stuhl sitzt, mit seinem Arm auf seinem Knie und seinem Kopf leicht geneigt.

Ich bin Mama von zwei Söhnen, die zehn Jahre auseinander sind. Bei uns zu Hause kocht mein Mann, und ich mähe den Rasen. Ich trage gern Kleider und lange Nägel, und ich stehe trotzdem im Stall.

Ich trainiere Tanzgruppen, ich fotografiere, und ich habe ein Pferd, das mir jeden Tag zeigt, ob ich wirklich bei mir bin.

Und genau darum geht es hier: Wir müssen nicht so leben, wie man es eben macht. Wir dürfen selbst entscheiden.

Wer ich heute bin

Heute bin ich eine Frau, die Nein sagen kann. Nicht laut, nicht verletzend, aber klar. Grenzen setzen heißt für mich nicht, anderen vor den Kopf zu stoßen. Es heißt, mein eigenes Leben zu führen, statt nur die Erwartungen anderer zu erfüllen.

Ich weiß heute, wer mir guttut. Mein Mann ist der Mensch, bei dem mein Kopf ruhig wird. Und ich weiß, wann ich stark sein will und wann nicht.

Denn ich darf stark sein. Ich muss es aber nicht.

Ich werfe dabei nicht alles über Bord, was ich mitbekommen habe. Manche Sätze aus meiner Kindheit trage ich gern weiter. Sie sind echte Erbstücke. Aber ich entscheide selbst, welche.

UND HEUTE?

„Was sollen die Leute sagen?“


Keine Ahnung. Ich frag jetzt erst mal mich.

Laura lacht mit geschlossenen Augen, die Arme auf einer Stuhllehne.
Eine Webseite mit dem Titel 'Was mich geprägt hat', darunter Abschnitte zu verschiedenen persönlichen Themen, wie Mutter, Pferdemensch, Tänzerin & Trainerin, Fotografin, Sonderpädagogik, Berufsorientierung, Psychologie, BWL & Vertrieb.

WAS ICH NICHT BIN

Ich bin kein Coach

Ich habe keine fertigen Antworten. Ich stelle Fragen, mir selbst zuerst

und teile, was ich dabei finde.


Bei uns zu Hause gilt: Man muss nur die Erwartungen erfüllen, die man selbst zugesagt hat.

Eine Frau trainiert mit einer Peitsche einen Hengst im Freien mit Bäumen im Hintergrund.

Wer bewegt wen?

Beim Pferd merkt man schnell, wer wen führt. Nicht der Lautere gewinnt, sondern der, der bei sich bleibt. Im Leben ist das nicht anders.